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9 minRedaktion Lichtwerk

Was kostet ein Fotoshooting? Preise 2026

Was ein Fotoshooting in Deutschland kostet: Preise vom Bewerbungsfoto bis zur Hochzeit, was im Preis steckt und woran man ein faires Angebot erkennt.

Ein Paar bei einem Fotoshooting im Abendlicht

Die ehrliche Antwort auf „Was kostet ein Fotoshooting?“ lautet: zwischen 95 € und deutlich über 2.000 € — und die Spanne ist kein Zeichen von Willkür. Ein Bewerbungsfoto dauert 45 Minuten und endet mit acht Dateien. Eine Hochzeit dauert zehn Stunden, bringt fünfhundert Bilder und kostet danach noch einmal zwei bis drei Arbeitstage am Rechner. Wer die Preise vergleichen will, muss deshalb zuerst wissen, was er eigentlich vergleicht.

Dieser Beitrag nennt konkrete Zahlen: unsere eigenen, veröffentlichten Ab-Preise, die üblichen Spannen am deutschen Markt und die Posten, die ein Angebot teurer machen, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt.

Preise nach Anlass: die Übersicht

Die folgenden Preise sind Untergrenzen. Sie gelten für die angegebene Dauer an einem Ort in der jeweiligen Stadt; was sie verändert, steht weiter unten.

Porträt und Beruf

LeistungDauerBearbeitete FotosPreis
Bewerbungsfoto45 min8ab 95 €
Businessporträt & LinkedIn45 min15ab 180 €
Porträt im Studio60 min25ab 180 €
Personal Branding2 Std. 30 min60ab 340 €

Am deutschen Markt liegen Bewerbungsfotos erfahrungsgemäß zwischen 40 € beim Fotostudio im Einkaufszentrum und rund 200 € bei spezialisierten Porträtfotografen. Der Unterschied ist selten die Kamera, sondern die Zeit: Bei 40 € bleiben zehn Minuten, ein Hintergrund und keine gemeinsame Auswahl.

Paare und Familie

LeistungDauerBearbeitete FotosPreis
Paarshooting90 min40ab 220 €
Familienfotografie75 min40ab 240 €
Babybauchshooting75 min30ab 220 €
Neugeborenenshooting2 Stunden30ab 260 €
Taufe4 Stunden120ab 390 €

Ein Familien- oder Paarshooting kostet in Deutschland typischerweise zwischen 150 € und 450 €. Unter 150 € ist fast immer entweder die Bildzahl sehr klein, oder bearbeitete Fotos werden einzeln nachgekauft.

Hochzeit

LeistungDauerBearbeitete FotosPreis
Standesamtliche Trauung3 Stunden150ab 650 €
Freie Trauung7 Stunden350ab 1.200 €
Hochzeitsfotografie10 Stunden500ab 1.800 €

Eine ganztägige Hochzeitsreportage liegt am Markt meist zwischen 1.500 € und 3.500 €, mit Ausreißern nach oben in München, Hamburg und bei Fotografen mit festen Zweitfotografen. Wer nur die standesamtliche Trauung begleiten lässt, zahlt einen Bruchteil davon — und viele Paare trennen Standesamt und Feier inzwischen ohnehin um Wochen.

Business und Gewerbe

LeistungDauerBearbeitete FotosPreis
Immobilienfotografie90 min25ab 190 €
Produktfotografie3 Stunden25ab 320 €
Food- & Gastronomiefotografie3 Stunden30ab 380 €
Firmenevent5 Stunden250ab 550 €

Bei gewerblichen Aufträgen kommt ein Posten hinzu, den private Kunden nicht kennen: die Nutzungsrechte. Dazu unten mehr.

Was im Preis eines Fotoshootings steckt

Die Zeit vor der Kamera ist der kleinere Teil der Arbeit. Für ein Paarshooting von 90 Minuten sieht die Rechnung ungefähr so aus:

  1. Vorgespräch und Planung der Route nach dem Licht: 30 bis 45 Minuten
  2. Anfahrt und Rückweg in der Stadt: 60 Minuten
  3. Das Shooting selbst: 90 Minuten
  4. Sichtung und Auswahl von mehreren hundert Aufnahmen: 60 Minuten
  5. Farbbearbeitung und Retusche von 40 Bildern: zwei bis drei Stunden
  6. Galerie, Upload, Rückfragen: 30 Minuten

Aus neunzig Minuten werden so sieben bis acht Stunden. Dazu kommen Ausrüstung, die nach wenigen Jahren ersetzt wird, Versicherung, Software-Abos, Buchhaltung und die Tage, an denen niemand bucht. Ein Stundensatz von 150 € auf die Shootingzeit ist deshalb kein Aufschlag, sondern die Rechnung.

Wovon der Preis abhängt

Dauer und Bildmenge

Der offensichtlichste Hebel. Eine Verlängerung wird bei den meisten Fotografen stundenweise berechnet, eine größere Bildmenge oft pauschal. Fragen Sie vorher, ob „alle guten Bilder“ oder eine feste Zahl geliefert wird: Beides ist legitim, aber nur das Zweite lässt sich vergleichen.

Ort, Anfahrt und Genehmigungen

Innerhalb einer Stadt ist die Anfahrt meist inklusive. Außerhalb wird sie als Kilometerpauschale oder als feste Zeile im Angebot berechnet. Teurer als die Anfahrt sind manchmal Genehmigungen: Schlossparks, botanische Gärten und viele Museen verlangen für gewerbliche Fotografie eine Gebühr, die nicht an den Fotografen geht. In München etwa kostet ein Shooting im Schlosspark Nymphenburg mehr als eines im Englischen Garten — nicht wegen des Fotografen, sondern wegen der Schlösserverwaltung.

Wochentag und Saison

Samstage zwischen Mai und September sind bei Hochzeitsfotografen knapp, und manche berechnen sie höher. Für Familien- und Paarshootings ist der Oktober der gefragteste Monat, weil das Licht früh flach steht und die Bäume Farbe haben. Ein Termin unter der Woche ist fast immer leichter zu bekommen, selten aber deutlich billiger.

Lieferzeit

Eine Galerie in 48 bis 72 Stunden ist bei Privatshootings üblich. Wer die Bilder am selben Abend braucht — etwa für eine Pressemitteilung nach einem Firmenevent —, zahlt für die Nachtarbeit einen Expresszuschlag.

Nutzungsrechte bei gewerblicher Nutzung

Bei privaten Fotos ist die private Nutzung eingeschlossen: teilen, drucken, verschenken. Sobald ein Bild für ein Unternehmen wirbt — auf der Website, in einer Anzeige, auf einer Verpackung —, geht es um ein Nutzungsrecht, das nach Umfang, Dauer und Medium bepreist wird. Ein Businessporträt für das eigene LinkedIn-Profil ist davon kaum betroffen; eine Produktfotografie für eine bundesweite Kampagne sehr wohl.

Versteckte Kosten, nach denen Sie fragen sollten

Die meisten Überraschungen entstehen nicht durch unehrliche Fotografen, sondern durch Angebote, die unterschiedliche Dinge meinen. Diese Fragen klären das vor der Buchung:

  • Wie viele Bilder werden bearbeitet geliefert, und was kostet jedes weitere?
  • Ist die Anfahrt enthalten, und bis zu welcher Entfernung?
  • Sind Genehmigungen oder Eintritte Teil des Preises oder eine eigene Zeile?
  • Sind die Preise brutto? Für Privatkunden müssen sie es sein, bei B2B-Angeboten steht oft netto.
  • Werden die Rohdaten herausgegeben? (Meist nicht, und das ist üblich.)
  • Was passiert bei Regen oder Krankheit — Verschiebung oder Stornogebühr?
  • Wie lange bleibt die Onlinegalerie erreichbar?

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Ein faires Angebot nennt Dauer, Bildzahl, Lieferzeit und alle Fremdkosten als eigene Posten, und es ändert sich nach der Zusage nicht mehr. Es verlangt keine Anzahlung, nur um überhaupt einen Preis zu nennen. Und es passt zu den Beispielbildern im Portfolio: Wer dort nur Studioarbeiten zeigt, ist nicht automatisch der richtige Fotograf für eine Reportage im Freien — egal zu welchem Preis.

Wir veröffentlichen unsere Preise für jede Leistung aus genau diesem Grund. Das Angebot wird vor der Buchung in Textform bestätigt; Genehmigungs- und Reisekosten stehen darin als eigene Zeilen.

Wo Sparen sinnvoll ist — und wo nicht

Sinnvoll ist, die Dauer an den Anlass anzupassen. Ein Paarshooting ab 220 € braucht keine drei Stunden, und eine Hochzeit mit dreißig Gästen braucht keine zehn. Sinnvoll ist auch, Standesamt und Feier getrennt zu buchen, wenn zwischen beiden ohnehin Wochen liegen, oder für ein Familienshooting einen Ort in der Nähe der Wohnung zu wählen statt eines Ausflugsziels mit Anfahrt.

Nicht sinnvoll ist es, bei der Bearbeitung zu sparen. Ein unbearbeitetes Foto aus einer guten Kamera sieht schlechter aus als ein bearbeitetes aus einem Smartphone, und eine Galerie mit zweihundert unsortierten Aufnahmen wird erfahrungsgemäß nie angesehen. Vierzig ausgewählte und sorgfältig bearbeitete Bilder sind mehr wert als die fünffache Menge ohne Auswahl.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Shooting konkret kostet, schicken Sie uns eine Anfrage mit Anlass, Ort und Wunschtermin. Sie bekommen einen Festpreis — ohne Anzahlung und ohne Verpflichtung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Fotoshooting durchschnittlich?
Für ein privates Porträt-, Paar- oder Familienshooting von 60 bis 90 Minuten sind in Deutschland 150 € bis 450 € üblich. Bewerbungsfotos beginnen bei rund 40 €, ganztägige Hochzeitsreportagen liegen meist zwischen 1.500 € und 3.500 €.
Warum sind Fotografen so teuer?
Weil die Zeit vor der Kamera nur ein Viertel bis ein Drittel der Arbeit ist. Planung, Anfahrt, Auswahl und Bearbeitung machen aus einem Shooting von 90 Minuten sieben bis acht Arbeitsstunden, und davon müssen Ausrüstung, Versicherung und Steuern bezahlt werden.
Muss ich beim Fotografen eine Anzahlung leisten?
Für ein Angebot nicht. Bei Hochzeiten ist eine Anzahlung bei Vertragsschluss üblich, weil der Termin für andere Anfragen gesperrt wird. Bei kurzen Privatshootings wird meist erst nach dem Termin oder mit der Galerie bezahlt.
Bekomme ich beim Fotoshooting die Rohdaten?
In der Regel nicht. Rohdaten sind unbearbeitete Zwischenstände, und die meisten Fotografen geben sie aus demselben Grund nicht heraus, aus dem ein Koch keine halbgaren Zutaten serviert. Vereinbart wird eine feste Zahl fertig bearbeiteter Bilder.