Die Skyline steht auf dem Nordufer, also fotografiert man sie vom Süden: Deutschherrnufer und Eiserner Steg schauen nach Norden über den Main, und abends legt sich die Sonne von links auf die Türme. Der Main ist an dieser Stelle knapp zweihundert Meter breit, was gerade reicht, um Hochhäuser ganz ins Bild zu bekommen, ohne dass sie zu Streifen werden. Zwei Straßen weiter beginnt Sachsenhausen mit Fachwerk und Kopfsteinpflaster — der Kontrast ist so groß, dass eine Session beide Register in vierzig Minuten spielen kann, ohne in ein Auto zu steigen.
Was Frankfurt von jeder anderen Stadt hier unterscheidet, ist der Messekalender. Während der Buchmesse, der Ambiente oder der Light + Building ist die Stadt voll, die Hotelpreise verdrei- bis vervierfachen sich, und jeder Fotograf mit Firmenkundschaft ist ausgebucht. Für Messefotografie ist das die Saison; für eine Hochzeit am selben Wochenende ist es der Grund, warum die Gäste keine Zimmer finden. Beides gehört in dieselbe Planung, und zwar früh.