München hat ein Motiv, das keine andere deutsche Stadt hat, und es ist launisch. Bei Föhnlage steht die Alpenkette scharf am südlichen Horizont; an den übrigen dreihundert Tagen ist sie nicht da. Vom Olympiaberg und vom Monopteros im Englischen Garten aus ist das der Unterschied zwischen einem Postkartenbild und einem grauen Streifen, und weil Föhn zwei bis drei Tage vorher im Wetterbericht steht, ist er der einzige Termin auf dieser Website, den man kurzfristig legt statt langfristig.
Alles andere hier ist Wasser und Park. Der Englische Garten ist größer als der Central Park, die Isar ist auf zwölf Kilometern innerhalb der Stadt renaturiert und hat Kiesbänke, an denen man im August steht wie an einem Fluss in den Bergen. Was Geld kostet, sind die Schlösser: Nymphenburg und die Residenz gehören der Bayerischen Schlösserverwaltung, und eine gewerbliche Aufnahme dort ist genehmigungs- und gebührenpflichtig. Der Park von Nymphenburg ist frei, der Innenhof nicht — ein Unterschied, der erst auffällt, wenn man drinsteht.