Hamburg liegt auf 53,5 Grad Nord, weiter nördlich als jede andere Stadt hier, und das ist keine Fußnote, sondern die Planungsgrundlage. Am 21. Juni geht die Sonne um 21:55 unter und es bleibt bis nach elf hell; am 21. Dezember ist um 15:50 Schluss. Eine Familiensession im Juni fängt um halb neun abends an, dieselbe Session im Dezember um zwei. Wer das ignoriert, bucht im Winter einen Termin um fünf und fotografiert im Dunkeln.
Der zweite Punkt ist das Wetter, und es ist besser als sein Ruf — nur anders. Hamburg hat rund hundertdreißig Regentage, aber selten ganztägigen Regen; typisch ist ein Wechsel im Stundentakt, und der bringt das Licht, für das die Stadt eigentlich bekannt sein sollte: Wolkenlücken über der Elbe, die eine Sekunde lang alles anzünden. Das ist kein Grund für einen Ersatztermin, sondern der Grund, zwanzig Minuten Puffer einzuplanen. Was man wirklich plant, ist ein Innenraum in Reichweite — und in der Speicherstadt ist der nie weiter als fünf Minuten entfernt.