Hamburg

Fotograf in Hamburg

Fotograf in Hamburg
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Hamburg liegt auf 53,5 Grad Nord, weiter nördlich als jede andere Stadt hier, und das ist keine Fußnote, sondern die Planungsgrundlage. Am 21. Juni geht die Sonne um 21:55 unter und es bleibt bis nach elf hell; am 21. Dezember ist um 15:50 Schluss. Eine Familiensession im Juni fängt um halb neun abends an, dieselbe Session im Dezember um zwei. Wer das ignoriert, bucht im Winter einen Termin um fünf und fotografiert im Dunkeln. Der zweite Punkt ist das Wetter, und es ist besser als sein Ruf — nur anders. Hamburg hat rund hundertdreißig Regentage, aber selten ganztägigen Regen; typisch ist ein Wechsel im Stundentakt, und der bringt das Licht, für das die Stadt eigentlich bekannt sein sollte: Wolkenlücken über der Elbe, die eine Sekunde lang alles anzünden. Das ist kein Grund für einen Ersatztermin, sondern der Grund, zwanzig Minuten Puffer einzuplanen. Was man wirklich plant, ist ein Innenraum in Reichweite — und in der Speicherstadt ist der nie weiter als fünf Minuten entfernt.

Wann sollte man nach Hamburg kommen, um zu fotografieren?

Mai bis August ist die Zeit der langen Abende und der einzige Abschnitt, in dem eine Session nach dem Arbeitstag noch Licht hat. September und Oktober geben die klarsten Tage des Jahres und Wind, der die Elbe unruhig macht — gut für Bilder, unangenehm für Frisuren. November bis Januar ist eine Mittagsangelegenheit: brauchbar zwischen elf und drei, und in dieser Zeit sind Speicherstadt und Elbphilharmonie leerer als im Sommer. März ist unzuverlässig; April kann alles.

Die Orte, die wirklich funktionieren

Wo man in Hamburg fotografiert — mit der Uhrzeit, die zählt, und der Genehmigungslage.

Speicherstadt und Wasserschloss

Rotklinker über schmalen Fleeten, und die Gassen sind so eng, dass direkte Sonne nur um die Mittagszeit hineinkommt. Deshalb ist das hier kein Ort für die goldene Stunde, sondern für die blaue: ab Einbruch der Dämmerung ist die Speicherstadt beleuchtet und sieht aus, wofür sie den Welterbetitel hat.

Beste Uhrzeit
Blaue Stunde, wenn die Beleuchtung angeht
Genehmigung
Straßen und Brücken kostenlos. Gewerbliche Produktionen mit Aufbau: Anmeldung bei der HHLA

Plaza der Elbphilharmonie

Siebenunddreißig Meter über dem Hafen, ringsum offen, und der Eintritt kostet nichts — man braucht nur vorher ein Zeitfenster. Von der Westseite sieht man die Elbe und die Kräne, von der Ostseite die Speicherstadt; beides in einer Runde von zehn Minuten.

Beste Uhrzeit
Eine Stunde vor Sonnenuntergang
Genehmigung
Kostenloses Zeitfenster-Ticket erforderlich. Gewerbliche Aufnahmen nur nach Absprache

Treppenviertel Blankenese

Fünfviertausend Stufen zwischen Kapitänshäusern, die nach Süden zur Elbe abfallen — der einzige Hang Hamburgs und der einzige Ort mit Nachmittagslicht von vorn. Es wohnen Leute hier, also wird leise und ohne Aufbau gearbeitet.

Beste Uhrzeit
Später Nachmittag
Genehmigung
Kostenlos — öffentliche Treppen, aber Wohngebiet

Alsterwiesen und Außenalster

Ein Binnensee mitten in der Stadt mit sieben Kilometern Rundweg und Segeln darauf, auch im Oktober. Das Westufer bekommt Morgenlicht, das Ostufer den Abend — ein Unterschied, der hier mehr ausmacht als anderswo, weil es keinen Schatten gibt, hinter dem man sich verstecken könnte.

Beste Uhrzeit
Morgens, oder die Stunde vor Sonnenuntergang
Genehmigung
Kostenlos — öffentliche Wiesen und Uferweg

Alter Elbtunnel

Vierhundert Meter gekachelte Röhre vierundzwanzig Meter unter der Elbe, symmetrisch bis zum Fluchtpunkt und bei jedem Wetter gleich. Das ist der Plan B, wenn es draußen waagerecht regnet — und oft das beste Bild des Tages.

Beste Uhrzeit
Werktags außerhalb der Stoßzeiten
Genehmigung
Kostenlos — aber ein Verkehrsbauwerk in Betrieb

Fotografie-Leistungen in Hamburg

Aus Hamburg decken wir außerdem ab

Ohne Anfahrtszuschlag: Der Fotograf fährt hin, und die Session kostet genau so viel, wie sie in Hamburg selbst kosten würde.

  • Altona
  • Blankenese
  • St. Pauli
  • Harburg
  • Lüneburg
  • Ahrensburg

Häufige Fragen über Hamburg

Was passiert, wenn es regnet?

In der Regel nichts. Hamburger Regen kommt stundenweise, und zwanzig Minuten Puffer im Ablauf fangen das meistens auf. Für den Rest gibt es Innenräume in Gehweite: Alter Elbtunnel, die Arkaden am Rathausmarkt, die Passagen. Verschoben wird nur bei Dauerregen oder Sturmwarnung, und dann kostenfrei.

Wann genau beginnt im Winter die gute Stunde?

Im Dezember zwischen halb drei und halb vier, danach ist es vorbei. Praktisch heißt das: Sessions im Winter liegen mittags, und wer abends nicht weg kann, nimmt stattdessen die blaue Stunde in der Speicherstadt — die fängt im Dezember gegen 16:15 an und ist eines der wenigen Motive, das im Winter besser ist als im Sommer.

Braucht man für die Elbphilharmonie-Plaza etwas?

Ein kostenloses Zeitfenster-Ticket, das man online oder am Automaten zieht. Privates Fotografieren ist frei; sobald es erkennbar gewerblich wird — Aufbau, Assistenz, Model-Wechsel — braucht es eine Absprache mit dem Betreiber. Für eine Paar- oder Familiensession ohne Ausrüstung außer der Kamera ist das kein Thema.